Cryptocoryne

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Cryptocorine Arten

Von den Cryptocorinen Pflanzenarten gibt es weltweit 65 Arten. Etwa 10 bis 15 von ihnen eignen sich auch für die Verwendung in Aquarien. Bei Aquaristik-Freunden sind die schönen Gewächse ausgesprochen beliebt, da sie leicht zu halten sind. Ihren Gattungsnamen "verborgene Blütenkolben" erhielten sie wegen ihres gestielten Hüllblatts (Spatha). 

Heimat der Aquaristik Pflanzen ist Südasien, Südostasien, das tropische Indien und Neuguinea. Dort findet man sie in den Sümpfen der Überschwemmungsgebiete und im Wasser und an den Ufern fließender Gewässer mit geringerer Strömung. Viele Arten leben ausschließlich im Süßwasser. Wasserkelche oder Wassertrompeten, wie man die attraktiven Pflanzen auch noch nennt, gehören zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die krautigen ausdauernden Pflanzen können sogar außerhalb des Wassers leben.

Je nach Umweltbedingungen entwickeln sie unterschiedliche Formen, Wuchshöhen und Farben. Die Mehrzahl der Pflanzen haben einfache gestielte Laubblätter und bilden grundständige Rosetten aus. Da sich die für die Aquaristik geeigneten Wasserkelch-Arten vom Aussehen her stark unterscheiden, reichen schon wenige Pflanzen verschiedener Arten aus, um die Unterwasser-Landschaft abwechslungsreich zu gestalten. 

In der Regel haben die Blattunterseiten eine andere Färbung als die Oberseiten, die meist olivfarben, hellgrün oder bräunlich bis kupferfarben sind. Die länglichen, schmalen und gestielten Blätter der Wassertrompeten können weich, fleischig, steif oder gewellt sein. Manche haben Noppen auf ihrer Oberseite. Das Rhizom dient den Aquapflanzen als Wasser- und Nährstoff-Speicher zugleich. So können sie sogar längere Trockenperioden unbeschadet überstehen. Mithilfe ihrer dicken Zugwurzeln verankern sie sich tief im Boden und können dann nicht so leicht von der Strömung ausgerissen und fortgeschwemmt werden. Die für die Aquaristik geeigneten Wasserkelche sind grundsätzlich leichter zu halten als die anderen Cryptocorynen. Allerdings benötigen sie eine möglichst gleichbleibende Zusammensetzung des Aquarien-Wassers.

Wasserkelche vermehren sich in der Regel mithilfe weit verzweigter, verfilzter kriechender Rhizome. Andere Cryptocorine Arten bilden aufrechte Rhizome oder Brutknospen an den Blattansätzen aus. Im gestielten Blütenstand, der sich unten kesselförmig erweitert, befinden sich weibliche und männliche Blüten. Der intensive, aber sehr unangenehme Geruch der meist weißen oder gelben Duftkörper lockt Fliegen, Mücken und Käfer an, die die Pflanze dann bestäuben. Nach der Befruchtung wächst der Fruchtknoten zu einer 1 bis 2 cm großen Kapselfrucht heran. Sämlinge zieht man auf, indem man sie auf eine Schicht mäßig nährstoffreichen Substrats legt. Es besteht idealerweise aus Lehm, Kies und Sand. Für ein schnelles Wachstum empfiehlt sich eine Temperatur zwischen 25 und 28 °C. Die in Aquarien wachsenden Wassertrompeten müssen nur selten beschnitten werden. Die ausdauernden Gewächse benötigen nur wenig Pflege. Das Wasser hat idealerweise einen niedrigen Nitratgehalt. Um zu starke Schwankungen der Wasserzusammensetzung zu vermeiden, tauscht man immer nur einen Teil des Wassers aus. Ideal sind pH-Werte zwischen 6 und 7,5. Auch Regenwasser ist für die beliebten Gewächse gut geeignet. Die Aquapflanzen benötigen nur wenig Licht und Bodentemperaturen von mindestens 22 Grad Celsius. In ruhigen Umgebungen wachsen die Wasserkelche ungestört und treiben nach spätestens 12 Monaten erstmals Rhizome aus.

 Unmittelbar nach dem Einpflanzen reichert man den Wurzelraum mit Mulm an. Wie viel Kohlendioxid-Dünger notwendig ist, hängt davon an, welche Fisch-Arten und Wasserpflanzen im Aquarium leben.