Wiki - Allgemeine Info über in Vitro für Aquarium

24.05.2020 13:01

In vitro Wasserpflanzen für Aquarien


Der Begriff "in vitro" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt "im Glas". In Bezug auf Aquarienpflanzen handelt es sich dabei um Gewächse, die nicht in einer natürlichen Umgebung entstehen, sondern unter künstlichen Laborbedingungen gezogen werden. Die Pflanzen sind im Handel in Form sogenannter Kulturbehälter erhältlich. Hierbei handelt es sich um verschlossene Plastikgefäße, die unmittelbar nach dem Kauf aus dem Gefäß in das Aquarium eingesetzt werden können.

Auf herkömmliche Weise im Topf gezogene Aquarienpflanzen bieten für viele Aquarianer ebenso zahlreiche Vorteile. In vitro Gewächse sind vor allem für jene Verwendungszwecke sinnvoll, bei denen ein Wegfallen von Schädlingen und Parasiten besonders entscheidend für das Gesamtgefüge im Becken ist. Auch der sofortige und bequeme Einsatz bietet einen großen Vorteil. Das bei Topfgewächsen übliche zeitraubende Entfernen der Steinwolle entfällt bei In vitro Pflanzen. Nur die vorhandene Nährflüssigkeit muss beim Einsetzen kurz ausgespült werden. Die im Behältnis befindlichen Pflanzen lassen sich vor dem Einsetzen ins Aquarium unproblematisch zerteilen und jeweils einzeln einsetzen.

Die unterschiedlichen Verfahren bei In vitro Pflanzen

Die Herstellung der Pflanzen wird in der Regel über zwei verschiedene Verfahren durchgeführt. Dabei handelt es sich einerseits um die sogenannte Meristemkultur und andererseits um die Organkultur.

Meristemkultur

Hierbei werden die Wasserpflanzen aus einem spezifischen pflanzlichen Teilungsgewebe, dem Meristem hergestellt. Der Begriff geht zurück auf das altgriechische Wort "merisein" und bedeutet "teilen". Damit ist auch die primäre Funktionsweise beschrieben. Das Pflanzenwachstum geschieht über Zellteilung, die im weiteren Verlauf die Ausbildung von Wurzeln, Spross und Blattwerk ermöglicht.

Organkultur

Dieses Vermehrungsverfahren benötigt eine Mutterpflanze für den Prozess des Wachstums. Von dieser werden zunächst diverse Organe, darunter Spross, Knospen oder auch die seitlichen Triebe entnommen. Ein bereitstehendes Nährmedium dient dem Ziehen von Pflanzen unter sterilen Voraussetzungen. Die zur Verfügung stehenden Nährmedien, die für das Pflanzenwachstum benötigt werden, sind nicht einheitlich gestaltet, sondern werden für jede Pflanze individuell angepasst. Sie enthalten unter anderem verschiedene Vitamine und Phytohormone (organische Pflanzenhormone) sowie unterschiedliche Nährstoffe und darüber hinaus Kohlenstoff.

Beispielansicht einer In vitro Schale

Vorteile von In vitro Pflanzen im Aquarium

Der zentrale Nutzen dieser Art von Wasserpflanzen besteht in ihrer weitgehend virusfreien Produktion. Die Anfälligkeit gegenüber typischen Krankheiten wird durch die sterilen Laborbedingungen deutlich reduziert. Der gesamte Prozess der Vermehrung verläuft nahezu gänzlich keim- und bakterienfrei, was ein Höchstmaß an Sicherheit bei der Verwendung in verschiedenen Variationen von Aquarien bedeutet.

Im Normalfall werden bei regulären Aquarienpflanzen häufig Pestizide eingesetzt, um vor dem Verkauf Schädlinge, darunter Pilze oder Algen, möglichst fernzuhalten. Die damit verbundenen Giftstoffe können, selbst bei der Verwendung von nur geringen Mengen, im Aquarium nach und nach freigesetzt werden. Aus diesem Grund sind Aquarien mit Garnelen- oder Schneckenhaltung vorrangig von den problematischen Folgen betroffen. Dem entsprechend eignen sich In vitro vermehrte Pflanzen besonders gut für die Nutzung im Zusammenhang mit Garnelen- und Schneckenhaltung in einem Nano Aquarium. Auch bei der Gestaltung von Aquarienlandschaften, wie es vor allem beim Aquascaping gegeben ist, sind die In vitro vermehrten Pflanzen ideal geeignet.

Wissenswertes zum Einsatz von In vitro Pflanzen

Aquarianer, die sich für die Verwendung der im Labor vermehrten Wasserpflanzen interessieren, sollten wissen, dass sie bei einem Einsatz im Becken gegebenenfalls etwas Geduld benötigen. Die Pflanzen beanspruchen im Vergleich zu im Topf gezogenen Gewächsen mehr Zeit für die Wuchsumstellung nach dem Einsetzen.

Fans von Stängelpflanzen sind prinzipiell mit herkömmlicher Topfware besser beraten, was Robustheit und maximales Wachstum angeht. Allerdings werden die Besonderheiten und speziellen Liebhaberpflanzen häufig nur in der In vitro Form gezogen. Hier gilt es, zwischen Optik und Nutzen abzuwägen.

in vitro und top wasserpflanzen Mengenvergleich an Pflanzen von einer In vitro und Topf Pflanze

Grundsätzlich ist das Preis-Leistungsverhältnis von In vitro Kultivierung zu herkömmlichen Topfpflanzen etwas besser. Die reine Pflanzenmasse fällt hinsichtlich der Menge größer aus als bei einzelnen Töpfen.


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